#6 Warum du nicht schwach bist

Shownotes

In der heutigen Folge sprechen Annika und Tamara als Gast-Hosts über das Thema Mental Health. Warum es wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen und vor allem, warum du nicht schwach bist, wenn es dir nicht gut geht. Sie haben dabei besonders die Situationen von Mädchen, Frauen und weiblich gelesenen Personen im Blick. Rollenbilder, Vorbilder auf Social Media und gesellschaftliche Erwartungen, mit denen wir heute Konfrontiert sind. Es geht außerdem um Strategien und Hilfsangebote, die dir helfen können. Wie wir es als Gesellschaft schaffen können, das Thema aus der Tabuzone zu ziehen und dass sich etwas bei den Entscheidungsträgern verändert.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge Nerd-Church.

00:00:03: Ihr hört richtig, heute mal etwas anders ohne Daniel und mich gleich!

00:00:07: Unsere letzte Folge wurde ja bereits versucht zu sabotieren mit Audioclidges korrupten Projektdateien die uns zu schaffen gemacht haben.

00:00:13: Wir persönlich vermuten die bösen Mächte Belias oder sogar das Warps dahinter.

00:00:18: nachdem wir uns in der letzten Folge über die Stärke der dunklen Seite ein bisschen lustig gemacht haben Damit das nicht noch mal passiert, haben wir heute Annika und Tamara als heutige Host.

00:00:29: Und die bringen auch Daniel und mir ein mega wichtiges Thema näher.

00:00:33: Bleibt dran für eine neue spannende Folge!

00:00:49: Hallo Daniel!

00:00:51: Hallo Lukas!

00:00:52: Hey, dass ist mega, dass wir heute ne Gastfolge bekommen!

00:00:56: Danke dafür, ne?

00:00:57: Danke!

00:00:58: Wir sind hier Tamara und Annika im ... katholischen Jugendbüro in

00:01:04: mein Linie.

00:01:05: In Offenbach und wir wollen heute über ein ganz brisantes Thema sprechen, nämlich Mental

00:01:11: Health.

00:01:12: Danke für die Bühne jedenfalls!

00:01:14: Genau und ich glaube um überhaupt einsteigen zu können sollten wir erstmal darüber reden was ist mental health?

00:01:21: Was ist mentale Gesundheit?

00:01:23: Ich habe jetzt mal ganz trocken.

00:01:24: jetzt wird es kurz theoretisch Die Definition der WHO rausgesucht Und dir, Annika, jetzt einfach mal vorlesen.

00:01:35: Mentalgesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, normale Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann.

00:01:47: Sie umfasst emotionales, psychisches und soziales Wohl befinden – es mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit und gilt als grundlegendes Menschenrecht Das für Lebensqualität und Resilienz essenziell ist.

00:02:02: So, das ist jetzt sehr trocken aber im Prinzip geht es darum dass man sein Leben eben so leben kann, dass es einem gut geht.

00:02:12: Hat man mentale Probleme könnte das Schwierigkeiten bringen.

00:02:17: Aber weißt du was?

00:02:18: Ich mache ja immer Bildschirmaufnahmen, wenn ich so ein bisschen zappe durch Instagram.

00:02:24: Und ich hab ja einen Screenshot entdeckt von einem Post von El Hotso aus Januar zwanzig vierundzwanzig und da stand schon drin eine Zitat irgendwie ganz schön viele Menschen mit psychischen Problemen.

00:02:38: es ist fast so als würde irgendetwas mit dem System nicht stimmen dass wir in dem wir leben und arbeiten Naja, egal.

00:02:45: Und ich dachte mir so ... Also, ich finde er hat ja irgendwie schon recht.

00:02:51: Mental Health oder das Nicht-Vorhandensein von Mental Health ist ja wahrscheinlich eigentlich nur eine gesunde Reaktion des Nervensystems auf irgendwas im Außen, dass eigentlich gar nicht stimmig ist.

00:03:04: für einen.

00:03:04: dann?

00:03:05: Ja!

00:03:06: Ich hab mich auch in dem Zuge der Vorbereitung mal mit ein bisschen Mythen und so weiter beschäftigt.

00:03:13: Ich hab mal zwei rausgesucht.

00:03:15: Und zwar, und ich glaube das ist ne Sache die haben wir alle schonmal irgendwo im Umfeld mitbekommen dass psychische Erkrankungen als Zeichen von Späche gesehen werden.

00:03:25: Und zweite Sache auch das habe ich tatsächlich schon live mit bekommen es gibt Menschen die sagen Kinder-und Jugendliche die leiden nicht unter psychischen Problemen.

00:03:36: Ich hab da aber auch mal einen Faktencheck zugemacht.

00:03:39: Da werden wir bestimmt noch was unten in der Beschreibung zu verlinken.

00:03:45: Die Realität zeigt, das Klischee ist eben noch präsent.

00:03:48: Wir haben immer noch den Stereotyp, dass ... na ja, wer psychisch krank isst, der ist halt schwach und kann sich nicht kümmern.

00:03:57: Dabei ist es faktisch eigentlich nicht richtig.

00:03:59: Wer sich hier versucht, ist mutig und zeigt Stärke.

00:04:03: Und um nochmal auf ein paar Zahlen zu kommen zwischen ... zwölf und zwei-tausend vierundzwanzig, also in zwölfe Jahren Stiegt die Häufigkeit psychischer Erkrankungen von fünfunddreißig Prozent der Befragten auf vierzig, neun Prozent an.

00:04:18: Hier reden wir von Menschen, die alle über achtzehn sind also achtzehnt bis ich glaube achtzig Jahre waren es.

00:04:25: aber auch bei Schülerinnen sieht man das ja auch immer wieder.

00:04:28: dass hat man in den letzten Jahren immer wieder in den Nachrichten gehört.

00:04:30: auch da habe ich eine Zahl fast jeder jede zweite Schülerin Ja, und was man eben auch sieht.

00:04:46: Das hat der Herr Merz ja auch schon mal gesagt die Krankheitstage steigen.

00:04:52: das hat nicht nur mit mentaler Gesundheit zu tun aber unter anderem auch damit Und dahingehend haben wir uns jetzt einfach mal angeguckt was für Herausforderungen gibt es eigentlich?

00:05:02: Was findet statt?

00:05:04: Nehmen wir als Herausforderung wahr, was nehmen wir für junge Menschen?

00:05:10: Zum Beispiel Leistungsdruck.

00:05:12: Social Media, Konsum

00:05:14: ... Social media überhaupt mit den Vorstellungen die man bekommt, die man eingespielt bekommt.

00:05:22: Genau.

00:05:22: Einsamkeit.

00:05:23: Ja.

00:05:26: Beziehungen klar!

00:05:27: Die beschäftigen einen wenn da etwas nicht rund läuft.

00:05:30: Gerade eben ein Zeitalter von social media ist das glaube ich auch noch mal ein Riesenpunkt.

00:05:35: und Davon ausgehend haben wir uns gefragt, was ist denn die weibliche Perspektive auf diese Herausforderung?

00:05:41: Weil gerade junge Frauen innerhalb dieser Gesellschaft ja noch mal mit ganz anderen Problemen und Erwartungen konfrontiert sind.

00:05:50: Oh ja!

00:05:51: Zum Beispiel eben so ein höherer sozialer Erwartungsdruck, sei stark aber nicht zu stark, sei laut aber nicht zulaut, kleide dich ordentlich, aber auch nicht zu konservativ.

00:06:08: Das kennen wir ja, da gab es in den letzten Jahren immer mal wieder Kampagnen dagegen ... Aber das ist, glaub ich, immer noch eine Sache, die sehr präsent ist und die grade junge Menschen, die viel Zeit auf Social Media verbringen, so halt als Norm oder als Normales rausgespielt bekommen.

00:06:29: Und die nehmen das an!

00:06:30: Und das kann wirklich zu psychischen Problemen führen.

00:06:34: Ich bekomme das ja auch gerade auf Instagram mit, dass viele Leute insbesondere Frauen oder weiblich gelesene Personen sich dem auch entziehen diesen ganzen Judgments über ihren Körper, über ihr Körperbild.

00:06:46: Über die Art wie sie zu leben haben und dass sie sich davon diesen pseudo-gesellschaftlichen Erwartungen lösen.

00:06:54: Das ist ein ganz bewusster aktiver Prozess, den die da machen.

00:06:57: und ich finde das Thema Wut im Zusammenhang mit Mental Health auch super interessant weil du hast vorhin auch gesagt man kriegt als

00:07:05: Frau

00:07:05: oder als weiblich gelesen Person oft eingebleut hey du hast so und zu sein diesen und jenen lebensentwurf wenn du den verfolgt bist eigentlich hier gern gesehen.

00:07:18: ich mein gläserne decke da.

00:07:20: im berufsleben ist natürlich auch das schlagwort dar aber bei vielen kristallisiert sich auch so eine Wut raus.

00:07:28: Und Wut ist ja eigentlich ne Wutenergie, die einem verhelfen soll zu etwas anderem zu kommen.

00:07:34: Den Zustand zu verändern?

00:07:35: Genau!

00:07:35: Den Zustands zu verändern und der Zustand ist teilweise halt in dieser Welt gerade noch so dass ja Mental Health noch ein bisschen stiefmütterlich behandelt wird

00:07:46: Ja auch grade Stichwort Mental Load für Besonders junge Mädchen und Frauen.

00:07:52: Verantwortungsübernahme in der Familie, sei es ein Pflegefall, sei das ein Kind ... aber auch wenn er zu was statt innerhalb von anderen sozialen Systemen zum Beispiel in der Schule, wenn

00:08:05: z.B.,

00:08:06: Mädchen neben den Zappelfillip gesetzt werden, ruhige Mädchen die dann praktisch die Aufgabe übertragen bekommen sollen.

00:08:13: Du sorgst schon dafür, dass der ein bisschen ruhiger wird weil du bist ja ein ruhiges Mädchen.

00:08:18: Aha!

00:08:18: Ist also deine Aufgabe?

00:08:20: ist tatsächlich aber nachgewiesen, dass auch diese soziale Rolle dann in die Mädchen da reingedrängt werden.

00:08:35: Ja!

00:08:35: Das ist glaube ich ein Riesenproblem weil wir eben Frauen sehen oder junge Frauen, Mädchen sehen sich gegen normen oder gesellschaftlich gesellschaftliche Erwartungen stellen wollen, dabei auch eventuell Wut zeigen.

00:08:53: Und letzten Endes werden sie wieder als die Hysterischen dargestellt.

00:08:58: Es wird so oft nicht ernst genommen wenn junge Menschen generell junge Menschen aber vor allem auch junge Frauen sich gegen Erwartung und Normen irgendwie stellen wollen.

00:09:10: Ich glaube das ist ein Riesenpunkt.

00:09:12: Das glaube ich aber auch!

00:09:14: Vor allen Dingen wenn dann aber auch so diese Wut einfach da ist und versucht wird, dagegen anzugehen.

00:09:21: Dass man die Wut nicht ernst nimmt in dem Sinne ja?

00:09:23: Und es dieser Frau dann in dem Sinn direkt so spiegelt, dann würde sie sich denken was zur Hölle.

00:09:32: weil wenn du Wut unterdrückst, dann ist deine Mental Health auch ein Gefahr.

00:09:36: Genau!

00:09:37: Das sorgt auch nochmal dafür dass du einfach predestinierter bist An zum Beispiel Angststörungen, Depression.

00:09:46: Die ganze breite Palette, dass man daran in Anführungszeichen erkrankt.

00:09:50: Es ist ja eine gesunde Reaktion des Körpers, des Nervensystems auf einen Zustand der nicht passt aber es ist so krank das man dann als krank abgestempelt wird in dem Sinne.

00:10:02: Wenn man überhaupt als krunk angesehen wird?

00:10:03: Weil da sind wir beim nächsten Punkt Frauengesundheit Gesundheit generell auch als junger Mensch nicht ernst genommen zu werden, gerade bei Ärztinnen.

00:10:17: Gerade junge Frauen leihen da bis heute sehr darunter Stichwort Endometriose aber auch generell zum Arzt gehen und seine Probleme damit bringen und dann heißt das nur naja sie sind ja ein junger Menschen Da ist schon nix dran.

00:10:35: Reduzieren Sie mal Ihren Stress

00:10:37: Das bilden Sie sich bestimmt nur ein.

00:10:39: Ja,

00:10:40: klar!

00:10:41: Das nennt man auch Medical Gaslighting.

00:10:43: Das ist schon

00:10:45: so eine

00:10:45: Sache.

00:10:46: Aber ich glaube da kann man natürlich immer die Kerbe schlagen zu der weiblichen Perspektive weil am Ende des Tages leben wir in einem System das vom Patriarchat geprägt ist und darauf aufbaut.

00:11:00: Wir wollen nicht nur dafür sprechen letzten Endes in diesem System groß geworden, wir haben das erlebt.

00:11:09: Wir haben glaube ich unsere eigenen Erfahrungen gemacht und die haben auch junge Männer bestimmt gemacht und Jungs.

00:11:16: Aber ich denke immer noch dass junge Frauen und Mädchen da nochmal eine Sonderrolle einnehmen und da auch ganz viel Aufklärung noch passieren muss.

00:11:25: Und die Aufklärungen findet gerade statt zum Beispiel auf Social Media ganz oft aber Die kommt halt nicht nach oben

00:11:31: ja

00:11:32: und das ist halt ein ganz ganz großes Problem und solange sich da nicht bestimmte Strukturen ändern, wird es einfach immer wieder dazu kommen, dass junge Menschen, junge Frauen, Mädchen im Endeffekt darunter leiden müssen.

00:11:49: Und am Ende, im schlimmsten Fall eine mentale Erkrankung mitnehmen aus dem Ganzen.

00:11:54: Weil sie eben sich irgendwie in dieses System pressen müssen.

00:11:58: oder das muss dann halt passen?

00:11:59: Ja!

00:12:01: Das ist doch total traurig einfach, oder?

00:12:06: Wie kriegen wir weibliche Lebensrealitäten mehr in die Köpfe von den

00:12:10: wahren

00:12:10: Entscheidungsträger?

00:12:12: Trägern.

00:12:14: Ich glaube, da können wir auch nicht gendern.

00:12:17: Ja... Ich glaube da haben vor allem die Männer was zu sagen.

00:12:22: Das ist halt das Problem!

00:12:24: Da sind wir wieder bei der Wut und am Ende geht es darum immer noch laut zu sein und dazu sein und darauf hinzuweisen und da auch nicht locker zu lassen, weil es wird sich sonst nichts ändern.

00:12:40: Und das ist, glaube ich, das Allerschwierigste, da konstant dranzubebleiben.

00:12:45: Es gibt so viele Menschen die eben gerade online schon wahnsinnig viel Arbeit leisten.

00:12:53: Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass das sehr anstrengend ist.

00:12:56: Gerade auch, weil man soviel Backlash bekommt.

00:12:58: Auch sehr negative Backlashes.

00:13:01: Aber ich bin sehr dankbar für diese Menschen, die das machen.

00:13:05: Ich auch!

00:13:06: Das sind wirklich mutmachende, ne?

00:13:08: Ja das stimmt.

00:13:12: Okay ich meine letzten Endes ist die Liste sehr lang.

00:13:15: ja wir könnten wahrscheinlich auch bis morgen noch hier sitzen und über sämtliche Themen reden die junge Menschen beschäftigen die Herausforderungen darstellen im Alltag Im Umgang mit anderen Leuten in der Schule In der Uni auf der Arbeit in der Ausbildung.

00:13:32: Ich mein am Ende Wir könnten es alles machen Aber dann würden wir nicht fertig werden.

00:13:39: Von daher haben wir uns die Frage gestellt, was sind Alltagstools?

00:13:45: Was kann man machen?

00:13:46: Was gibt es vielleicht für Strategien, die man fahren kann?

00:13:48: Wenn man merkt hey, oh mir geht's gerade nicht so gut!

00:13:52: Ich habe mich ein bisschen beschäftigt und habe ein bisschen geguckt, was kann man tun?

00:13:57: Und ich glaube so für den Alltag gibt es drei gute Punkte und zwar einmal Achtsamkeit, Ressourcen und Alltag.

00:14:05: Bei der Achtsamkeit geht es darum, dass man einfach für sich lernt Pausen zu machen.

00:14:11: Pausend um den Kopf freizubekommen und mal durchzuatmen zur Ruhe zu kommen Und dann vielleicht auch einfach das wie so ein Mini-Neustart nehmen kann.

00:14:21: Und Ressourcen und ich glaube das ist mit die herausforderndste Sache eigene Grenzen kennen und diese respektieren Also vielleicht auch nach Hilfe fragen Unterstützung anfordern im Umfeld irgendwie sich Hilfe suchen.

00:14:38: Und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:14:40: Eigene Grenzen setzen, eigene Grenzen erst mal kennen.

00:14:45: Kennst du deine eigenen Grenzen?

00:14:46: Teilweise

00:14:47: schon!

00:14:47: Aber auch nicht überall.

00:14:49: Ich glaube bei manchen Dingen... Das ist ja gar nichts Schlimmes weil man muss es wahrscheinlich oftmals erst erfahren und dann diese Grenze kommen damit man überhaupt weiß bis hierhin und nicht weiter.

00:15:01: Die große Herausforderung liegt auch glaube ich darin, dass man diese Grenzen dann kommuniziert.

00:15:08: Das sind

00:15:09: wir beim nächsten Punkt!

00:15:13: Und Alltag und ich glaube das ist eine Sache die haben wir alle schon mal gehört genügend Schlaf möglichst gesunde Ernährung moderate Bewegungen im Alltag all das trägt dazu bei, dass die mentale Gesundheit einfach so gut wie möglich ist wenn wir uns auch körperlich eben in der bestmöglichen Verfassung fühlen.

00:15:32: Was nicht bedeutet, dass ihr euch immer zwingen müsst, Sport zu machen oder jeden Tag die perfekte Ernährung habt?

00:15:39: Manchmal braucht man eine Pizza und manchmal braucht mal auch mal ne Woche wo man gar nichts macht.

00:15:43: Wo man auf der Couch sitzt nach der Arbeit, nach der Schule und sich nicht bewegt weil auch das gut tun kann.

00:15:49: Das ist nur glaube ich eine sehr grundsätzlicher Aussage und ich glaube per se kann man daraus eher mitnehmen hey guckt das dein Körper auch gesund ist aber Das hängt ja alles zusammen.

00:16:00: Das ist ein Zusammenspiel, das muss auch irgendwie alles funktionieren und wenn es für dich Stress bedeutet zum Sport zu gehen dann ist das vielleicht nicht der richtige Punkt an dem Tag zu sagen okay ich muss jetzt zum Sport.

00:16:13: Ja dass man sich den Druck einfach mal nimmt und da mit einem gewissen Mitgefühl auch selbst begegnet.

00:16:19: Selbstfür

00:16:20: Sorge!

00:16:21: Genau.

00:16:21: und da sind wir beim nächsten Punkt.

00:16:24: Ich hab noch den fünf Minuten Check mitgebracht.

00:16:28: Kennst du denn?

00:16:28: Nein, das sagt mir nichts.

00:16:30: Okay.

00:16:31: Im Endeffekt ist es in Minuten unterteilt.

00:16:34: Angenommen du befindest dich gerade in einer Situation, wo du merkst, boah, geht mich grade nicht so gut.

00:16:40: Irgendwas stresst mich, irgendwas setzt mich unter Druck.

00:16:43: Dann kannst du dich Minute eins bis zwei hinsetzen ... In Ruhe und Atmen.

00:16:51: Einfach erst mal in der Bequemhaltung vielleicht am besten die Augen zu... Und in Ruhe atmen und erstmal runterfahren auf den Atem konzentrieren.

00:17:01: Und Minute drei ist dann der Gedankenscan, also du guckst oder du spürst denn nicht rein?

00:17:09: Welche Gedanken und Gefühle habe ich?

00:17:11: Und zwar ohne sie zu bewerten!

00:17:12: Einfach nur was ist gerade da, was sind meine Gedanken... ...und die dürfen auch da sein.

00:17:21: Und Minute vier ist dann das Körperscan, deswegen sage ich auch die Sachen hängen miteinander zusammen.

00:17:26: Wo fühle ich Anspannung?

00:17:27: Wo fühl ich vielleicht Entspannungen?

00:17:29: auch da einfach mal sehr konzentriert in sich reinfühlen.

00:17:33: Und Minute fünf ist dann die Selbstfürsorge, also du hast dich beruhigt, du hast geatmet, du hasst deine Gedanken und Gefühle einmal sondiert, duhasst deinen Körper einmal gefühlt und geguckt.

00:17:47: Ist da irgendwas habe ich gerade so ein ganz blödes Gefühl im Bauch, es ist eine Anspanung kommt jetzt eigentlich die größte Herausforderung an der ganzen Sache.

00:17:59: Was brauche ich, damit es mir heute und jetzt gut geht?

00:18:03: In

00:18:03: diesem Moment.

00:18:04: Und das ist nicht immer hundertprozent umsetzbar aber vielleicht geht auch ein kleiner Schritt.

00:18:09: Vielleicht geht auch ... keine Ahnung man sitzt in einem Meeting und ... Man merkt bei mir geht's grade gar nicht gut.

00:18:18: Aber ich kann auch nicht jetzt das Meeting komplett abbrechen!

00:18:21: Aber vielleicht kann mal fünf Minuten rausgehen Einfach mal sagen hier, ich brauch mal kurz frische Luft.

00:18:27: Auch das ist dann nicht ideal.

00:18:29: aber es wäre zumindest ein Schritt in die Richtung und so viel Selbstversorgung wie in dem Moment mögliches Und dann eben gucken okay Wie kann ich die Selbstversorge nach dem Termin beispielsweise weiterführen?

00:18:43: für mich?

00:18:43: Was brauche ich heute?

00:18:45: Genau, dass man auch wieder nah bei sich und bei seinen Bedürfnissen genau

00:18:50: Ja exakt.

00:18:53: Und dann gibt es ja noch den Fall, dass man vielleicht irgendwann doch an einem Punkt kommt.

00:18:57: Wo man sich fragt, brauche ich vielleicht doch professionelle Hilfe?

00:19:04: Aber das sind nur Beispiele und das ist auch nicht ein Leitfaden dafür.

00:19:08: wenn ihr das und das habt.

00:19:10: Es ist keine Checkliste.

00:19:12: Dann solltet ihr euch Hilfe suchen.

00:19:14: am Ende muss das sowieso jeder für sich selber entscheiden.

00:19:17: Das ist auch nur die eigene Entscheidung und nicht die von anderen Personen.

00:19:22: Ich habe einfach nur mal drei Warnsignale rausgesucht, die es zum Beispiel geben kann.

00:19:27: Anhaltende Traurigkeit, Schlafstörungen und sozialer Rückzug.

00:19:33: Da gehören aber auch noch andere mentale wie auch körperliche Symptome dazu oder das kann in beide Richtungen gehen.

00:19:40: also man kann ja auch statt sehr auf sehr sehr anhalten traurig zu sein kann man ja auch zb einfach sehr dolle Stimmungsschwankungen bekommen so was in die Richtung.

00:19:52: Das einzige, wo wir sagen müssen das ist wirklich wichtig bei Suizidgedanken sollte man sich sofort Hilfe suchen und wenn man es nicht schafft zu einem Arzt zu gehen dann sollte man sie einer nahen stehenden Person anvertrauen und da Hilfe suchen damit diese person unterstützen kann.

00:20:11: ja und davon abgesehen wenn man dann sagt ich möchte aber nichts zum arzt ich möchte jetzt nicht mich dahin stellen und sagen, hey mir geht's nicht gut.

00:20:20: Es gibt die Telefonseelsorge, es gibt für Jugendliche und Kinder gibt das den Nummer gegen Komma.

00:20:27: Die ist explizit für Kinder- und Jugendliche.

00:20:30: Und also zumindest ist das für mich immer ein Problem.

00:20:33: Ich mag nämlich telefonieren überhaupt nicht bei der Elf-Sechs-Elf-Seven.

00:20:37: Also beim ärztlichen Bereitschaftsdienst kann man über die Terminservice Stelle sich sozusagen erst Termine machen bei Psychotherapeutinnen.

00:20:50: Das geht aber auch

00:20:51: per App,

00:20:51: das heißt ihr müsst da nicht anrufen!

00:20:56: Und da wird man dann eingeladen recht schnell und kann akut behandelt werden?

00:21:02: Genau

00:21:02: ich glaube innerhalb von zwei Wochen kriegt man einen Termin meine ich.

00:21:06: Ich mein ist auch noch eine lange Zeit?

00:21:08: Ist immer noch eine langen Zeit.

00:21:09: aber da muss man halt Selbst zur Sorge betreiben.

00:21:14: und wenn man die nicht selber schafft, dann sucht euch Hilfe.

00:21:17: Fragt Freunde fragt Familie fragt darstehende Personen.

00:21:21: Das ist ja der erste Schritt dahin dass der zumindest schon mal geschafft ist.

00:21:25: Es gibt auch das fünf-Säulen-Modell nach Petzold.

00:21:30: Da muss man sich das so vorstellen dass da fünf Säulen sind.

00:21:34: Die eine heißt Körper und Gesundheit, dann Arbeit und Leistung.

00:21:39: Dann materielle Sicherheit, Werte und Sinn und der soziale Bereich.

00:21:44: Und wenn ich mir einfach mal die Säulen einzeln anschaue, kann ich auch für mich überprüfen, aha!

00:21:49: Wo ist denn da gerade etwas brachliegend?

00:21:52: Wo passt es nicht innerhalb von dieser Säule?

00:21:55: Damit man da schon identifizieren kann was vielleicht gerade einfach da ist Und das kann man dann auch in einem ganz wertfreien Rahmen mal für sich überprüfen, damit es dann nicht so einschlägt wie eine Bombe.

00:22:08: Ich meine, man spürt das ja schon wo und in welchem Bereich gerade einfach Luft nach oben ist.

00:22:13: aber trotzdem hilft das auch schon Mal auch in Vorbereitung für eine eventuelle Psychotherapie.

00:22:18: Ja!

00:22:20: Wenn man seine Kontakte akquiriert, dann findet man oft auch Toast in den Gesprächen mit seinen Freundinnen.

00:22:28: Ja, okay.

00:22:28: Wir haben darüber gesprochen, dass Social Media manchmal wirklich eine Gefahr für die eigene Mental Health sein kann, wenn sie falsch bin oder wenn Social Media zu viel konsumiert wird ... Da kannst du auch in alle verschiedenen Ebenen gehen, wenn du den falschen Leuten folgst

00:22:42: etc.,

00:22:44: aber trotzdem ... Medien können auch Abhilfe schaffen in solchen akuten Phasen, weil man sich dadurch auch noch mal aufgefangen fühlt, ne?

00:22:54: Ich hab ein Buch entdeckt, das nennt es sich Patriarchale Belastungsstörung.

00:22:59: Ich fand den Titel schon mal sehr interessant, aber man fühlt sich so ein bisschen aufgefangen so ah okay es gibt wahrscheinlich Leute die auch so fühlen denken wie ich und die können dann aber auch wieder als positiv Beispiel vorangehen ne?

00:23:13: Und ähm...ich fand das Buch also ist auf jeden Fall auf meiner List, ich will das unbedingt lesen weil zum einen werden der Missstände aufgedeckt wie die mangelnde Versorgung Und die Stigmatisierung von psychischen Krankheiten, die

00:23:28: eben

00:23:28: durch eine an Männern orientierte Medizin geprägt ist.

00:23:33: Und vor allen Dingen zeigt sie das was wir vorhin auch besprochen haben wie patriarchale Kontrolle Frauenkörper und Wahrnehmungen einfach instrumentalisieren.

00:23:43: Und wie soziale und ökonomische Hintergründe bestimmen wer als krank gilt und Zugang zu einer Behandlung hat.

00:23:48: ja ich meine es gibt auch noch mal das Thema in Stittgärfen ganz anderen Blatt wie viele Therapieplätze es aktuell in Deutschland gibt.

00:23:55: Absolut, das ist natürlich auch noch mal ein Riesenpunkt.

00:23:58: Und?

00:23:59: Das ist aber auch wissenschaftlich fundiert!

00:24:01: Also ich werde das lesen... Ich sage euch dann, wie ich's finde ... Aber crazy!

00:24:08: Wir sind einfach nicht alleine dann auch in der

00:24:10: ganzen Geschichte.

00:24:11: Ja und manchmal hilft sich auch einfach zu informieren über Dinge eben für das Gefühl, sich nicht allein zu fühlen Aber auch nicht glaube für viele ist es, dass tatsächlich oder für einige Menschen gibt das da ganz viel Kraft.

00:24:27: Informationen über etwas an der Hand zu haben und zu wissen hey ich spinne mir gerade nichts zusammen!

00:24:33: Es gibt diese und jene Probleme und die dürfen alle da sein.

00:24:38: Es ist wie ein Handwerkszeug, dass man mit an die Hand bekommt.

00:24:42: Auch wenn man sich vielleicht in diesen Situationen So vorkommt als ob alles auswegslos.

00:24:48: Und es kann schon helfen und das ist auch trotzdem keine Schande, sich professionelle Hilfe zu suchen.

00:24:55: Das denke ich aber auch.

00:24:56: Thomasa Ja fein!

00:24:59: Es gibt noch so viel darüber zu besprechen Aber das war's erst mal.

00:25:02: fürs Erste würde ich vorschlagen Wir geben zurück an Daniel und Lukas.

00:25:07: Danke nochmal dass wir eine Gastfolge übernehmen durften.

00:25:10: Wir werden auch in Zukunft immer mal wieder ein paar Themen hier aufbereiten dürfen.

00:25:18: Also danke dafür, wir freuen uns natürlich auch wenn wir Vorschläge kriegen weil wir gerade als zwei Frauen bei der katholischen Kirche arbeiten und sehr sehr freuen würden wenn wir da eben vor allem auch weibliche Perspektive mit reinbringen können.

00:25:31: das heißt gerade weiblich geprägte Themen fänden wir super spannend.

00:25:37: Das ist eh was, was wir gerne auch im privaten besprechen.

00:25:40: Wo wir viele Themen haben die wir eigentlich immer diskutieren können und wir freuen uns wenn wir das nächste mal wieder dabei sein dürfen.

00:25:49: Ja

00:25:49: sehr schauen wir mal was wird.

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